🧠 Gehirngesundheit 🧠

Wie wir unser wichtigstes Organ schĂŒtzen und warum es höchste Zeit ist, damit anzufangen

Unser Gehirn ist ein Hochleistungsorgan und gleichzeitig ein empfindliches System, das durch moderne Lebensgewohnheiten zunehmend aus dem Gleichgewicht gerÀt. Folgen daraus können sein:

  • Chronische Erschöpfung
  • Konzentrationsprobleme
  • Stimmungstiefs
  • oder gar neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer

Nicht selten ist dies das Ergebnis langjĂ€hriger stiller EntzĂŒndungsprozesse im Gehirn – einer sogenannten Neuroinflammation.

Die gute Nachricht ist, wir sind diesen Prozessen nicht ausgeliefert. Wir können aktiv gegensteuern.

đŸ”„ Wenn das Gehirn brennt => Neuroinflammation als unsichtbarer Saboteur

Typische Symptome einer stillen EntzĂŒndung im Gehirn reichen von

  • Brain Fog
  • Schlafstörungen
  • Schwindel
  • Depressionen
  • motorischen Störungen
  • Reizdarmsymptomatik

Diese treten oft ohne klare medizinische Befunde auf. Besonders perfide ist die  Neuroinflammation im FrĂŒhstadium da diese nicht im Blut nicht messbar. Erst in spĂ€ten Stadien lassen sich VerĂ€nderungen im MRT oder CT nachweisen.

Die Ursachen? HÀufig nicht genetisch bedingt, sondern Lifestyle-gemacht. Zu den Haupttreibern gehören:

  • Chronischer Stress
  • Insulinresistenz durch zucker- und kohlenhydratreiche ErnĂ€hrung
  • Umweltgifte (z. B. Schwermetalle, Pestizide, Elektrosmog)
  • Entgleiste Darmflora (Stichwort Leaky Gut)
  • MikronĂ€hrstoffmĂ€ngel
  • Schlafmangel und Blaulichtexposition am Abend
  • Bewegungsmangel
  • Etc.

đŸ”„ Darm on fire = Gehirn on fire đŸ”„

Die Verbindung zwischen Darm und Hirn ist durch die Darm-Hirn-Achse (gut-brain-axis) wissenschaftlich gut belegt.

đŸ„‘ Nahrung fĂŒrs Gehirn – wie du dein Gehirn mit „Fuel & Activation“ versorgst

Dr. Alina Lessenich spricht von zwei Grundpfeilern:

1. Fuel, die richtige Energie und NĂ€hrstoffe

Das Gehirn bevorzugt Ketonkörper als Energiequelle – besonders bei bestehender Neuroinflammation. Eine ketogene ErnĂ€hrung mit hohem Fettanteil (v. a. Omega-3 aus Algen oder fettem Fisch) kann die Energieversorgung verbessern und EntzĂŒndungen senken .

Wichtige MikronÀhrstoffe & Substrate:

  • Omega-3-FettsĂ€uren (EPA/DHA): neuroprotektiv
  • Cholin & Citicolin: essenziell fĂŒr GedĂ€chtnis & Acetylcholinbildung
  • Glutathion: das stĂ€rkste endogene Antioxidans, schĂŒtzt die Blut-Hirn-Schranke
  • Vitamin B12 & Eisen: bei pflanzlicher ErnĂ€hrung unbedingt substituieren
  • Magnesium Threonat: dringt ins Gehirn vor, wirkt entspannend

    2. Activation, Bewegung und geistige Herausforderung

    Neue Dinge lernen, Sport treiben oder meditieren. Diese AktivitÀten stimulieren NeuroplastizitÀt und fördern die Resilienz. Studien belegen, dass kognitive Aktivierung den altersbedingten Abbau verlangsamen kan .

    🌿 Entgiftung als neuroprotektives Ritual?

    Zunehmend wird diskutiert, ob tĂ€gliche Entgiftungsroutinen zur Erhaltung der Gehirngesundheit beitragen können. Dabei geht es nicht um Detox-Mythen, sondern um gezielte Chelation oder Bindung von Umweltgiften, z. B. durch:

    • Zeolith, Chlorella, Spirulina
    • Alpha-LiponsĂ€ure
    • modifiziertes Zitruspektin

    Einige Substanzen wie Astaxanthin, Curcumin oder Resveratrol zeigen in Studien antioxidative und entzĂŒndungshemmende Effekte im ZNS (Zentrales Nervensystem). Diese sind hĂ€ufig Bestandteile sogenannter Neuro-Komplex-PrĂ€parate. Die Wirksamkeit ist jedoch je nach Zusammensetzung und BioverfĂŒgbarkeit unterschiedlich zu bewerten.

    💡 Fazit: Gehirngesundheit ist (d)eine Entscheidung

    Statt zu warten, bis der „Brain Fog“ oder die Erschöpfung chronisch wird, lohnt es sich, frĂŒhzeitig die Grundlagen fĂŒr ein gesundes Gehirn zu legen:

    ✅ MikronĂ€hrstoffe auffĂŒllen
    ✅ EntzĂŒndungsquellen meiden
    ✅ Ketogene oder zuckerarme ErnĂ€hrung etablieren
    ✅ TĂ€gliche Bewegung & kognitive Herausforderung
    ✅ Blaulicht am Abend reduzieren
    ✅ Entgiftung regelmĂ€ĂŸig unterstĂŒtzen
    ✅ Hochwertige Supplemente gezielt einsetzen

    🧠 „Gehirngesundheit beginnt nicht im Kopf, sondern im Lebensstil.“

    📚 Quellen (Auswahl):

    1. Cryan et al. (2019). The microbiota-gut-brain axis. Physiological Reviews, 99(4), 1877–2013.
    2. Boison, D. (2016). New insights into the mechanisms of ketogenic diets. Epilepsy Research, 122, 3–10.
    3. Ngandu et al. (2015). A 2-year multidomain intervention of diet, exercise, cognitive training, and vascular risk monitoring. The Lancet, 385(9984), 2255–2263.
    4. Small, G. W. et al. (2018). Effects of a memory support intervention with curcumin. Am J Geriatr Psychiatry, 26(3), 259–270.
    5. Dr. Alina Lessenich Workshop zu Gehirngesundheit https://www.drlessenich.com/